Dosierlösungen für das Recycling von Kunststofffasern

Das Recycling von PET-Flaschen gehört heute zum Selbstverständnis einer klimabewussten Gesellschaft. Rund 94 Prozent aller PET-Getränkeflaschen werden bereits recycelt. Außerdem zeichnet sich ein klarer Trend zum Einsatz von recyceltem Material ab: Eine PET-Flasche besteht heute schon im Durchschnitt zu 30 Prozent aus Rezyklat, dem rPET.

Wie wir mit Plastikabfall umgehen, wird als entscheidender Faktor für den Klimaschutz unseres blauen Planeten gehandelt. Das Ziel: Kunststoff vielseitig und lange in seinen unterschiedlichen Anwendungen nutzen. Dazu muss ein möglichst hoher Anteil der wertvollen Sekundärrohstoffe aus den Plastikabfällen im Wertstoffkreislauf behalten werden. Die Weiterverarbeitung gestaltet sich häufig schwierig – auch wegen der herausfordernden Fließeigenschaften der zurückgewonnenen Kunststofffasern. Brabender Technologie bietet für jede Recyclingaufgabe ein auf die jeweiligen Materialeigenschaften abgestimmtes Dosierkonzept – zum Beispiel, um gemahlene PET-Flakes zu recyceltem rPET aufzubereiten.

Welche Kunststofffaser eignet sich für Recycling?

Weniger verbreitet ist das Recycling für textile Gewebe wie Teppiche. In der Europäischen Union werden zum Beispiel schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen Teppich jährlich entsorgt. Rund 95 Prozent davon landen entweder auf Deponien oder in der Verbrennungsanlage. Dabei stecken in Altteppichen hochwertige Kunststofffasern wie Polyamid (PA) oder Polypropylen (PP), die sich hervorragend für eine Wiederaufbereitung eignen. Alte Teppiche oder Teppichreste aus PA, die aus dem texturierten Teppich-Endlosgarn BCF (Bulk continuous filament) bestehen, lassen sich entweder rohstofflich auf chemischem Wege zu Polyamid aufbereiten oder werkstofflich zu Sekundärkunststoffen weiterverarbeiten. Dazu werden die PA-Teppiche entsprechend ihren Faserbestandteilen PA6 oder PA 6.6 sortiert und zerkleinert. Nach der Trennung werden sie über Silos zur Depolymerisation dosiert.

Auch das Recycling von Altreifen lohnt sich. Schon allein aus ökologischen Gründen sollten Altreifen auf keinen Fall einfach entsorgt werden: Sie bestehen aus Kautschuk, Füllstoffen wie Ruß, Silica und Kohlenstoff, Weichmachern und Festigkeitsträgern wie Stahl und Nylon sowie weiteren Chemikalien wie zum Beispiel Schwefel. Bei der Wiederaufbereitung von Altreifen wird reines Gummimehl gewonnen und bei der Herstellung neuer Produkte wie Dämmstoffe, Straßen- oder Bodenbeläge, Gummimatten oder neuer Reifen eingesetzt. Altreifen enthalten darüber hinaus Gewebefasern wie Polyester- und Polyamidfasern. Sie können beim Zerkleinern und Mahlen abgesaugt werden. Dann dienen sie im Extruder als Verstärkungs- oder Füllstoffe für neue Polymermischungen. Unter Zugabe von Additiven lassen sie sich zu faserverstärktem Polymercompound verarbeiten.

Auch Getränkekartons bestehen aus wertvollen Rohstoffen: einem Verbund von Karton, Kunststoff und häufig Aluminium (PE-Alu). Durch die Wiederaufbereitung werden Zellstofffasern zurückgewonnen. Sie haben eine deutlich höhere Faserlänge und bessere Festigkeitseigenschaften als die meisten anderen Altpapiere und eignen sich daher insbesondere für die Herstellung stabiler Wellpappenverpackungen. In dem sogenannten Palurec-Verfahren werden die verbleibenden PE-Aluminium-Folienreste und Verschlüsse in einem Zick-Zack-Sichter getrennt, denn sie sind in ihrer ‚Partikel‘- Größe sehr uneinheitlich, haben eine schlechte Rieselfähigkeit und neigen zu starker Brückenbildung. Keine guten Voraussetzungen für die Weiterverarbeitung des LDPE, einem Weich-Polyethylen (englisch: Low-density Polyethylene).

Welche speziellen Dosiergeräte für das Recycling von Kunststofffaser gibt es?

Einige Materialien wie Gummigranulat sind bereits so aufbereitet, dass für sie ein universelles Dosiergerät wie der FlexWall® ausreicht. Andere hingegen benötigen ein speziell auf die Materialeigenschaften abgestimmtes Dosierkonzept. Die kontinuierlich gestiegene Nachfrage nach Dosierlösungen zur Aufbereitung von Kunststofffasern hat bei Brabender Technologie einen Innovationsprozess ausgelöst. Aus neuen Ideen sind zukunftsweisende Verfahren und Geräte für den Recyclingprozess entstanden. Zum Beispiel der Faserdosierer FX225. Er eignet sich besonders gut für das Dosieren von unterschiedlich langen und unregelmäßigen Kunststofffasern, die sich leicht verhaken können. Wie etwa Kunststofffasern aus textilem Gewebe, die Textilfaserränder des Webprozesses oder Silikon-beschichtetes Textilgewebe. Der FiberXpert dosiert den wiedergewonnenen Rohstoff zur Granulierung in einen Doppelschnecken-Extruder. Gleichlaufende konische Doppelschnecken sorgen für ein gutes Aufschmelzverhalten und eine hohe Qualität des granulierten Kunststoffes. Mit seinem großen Einzugsbereich – optional mit einem Stopfwerk – und einer hohen Dosierleistung von 1.000 Kilogramm pro Stunde ist der FX225 ein treuer Begleiter von herausfordernden Dosieraufgaben.

Mit dem speziellen Faser-Dosiergerät FX225 trägt Brabender Technologie zu einer technologisch hochwertige Kreislaufwirtschaft bei.

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Bernhard Hüppmeier
Leiter Geschäftsentwicklung Brabender Technologie
E-Mail: bhueppmeier@remove-this.brabender-technologie.com