Technikum Kanada - Es gibt immer einen Weg

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Technikum Kanada: Es gibt immer einen Weg.

Was tun, wenn ein Schüttgut sich so gar nicht dosieren lässt? Am besten Brabender Technologie fragen! Die Mitarbeiter im Technikum in Toronto können helfen eine Lösung zu finden.

„Neulich hatten wir einen anspruchsvollen Test, bei dem unser Laborleiter Bryan Sangalang und der Labortechniker Arthur Gniotek nach einer neuen Lösung suchen mussten“, erzählt Guy Catton, Geschäftsführer von Brabender Technologie Kanada. Das Pulver war hoch kohäsiv und verklebte schnell. Aber: „Unsere Forschungen zeigten, dass sich die Eigenschaften des Materials gravierend veränderten, wenn die Temperatur sank. Um das zu bestätigen kühlten die Techniker das Pulver über Nacht und testeten dann am Morgen erneut das Fließverhalten: Es zeigte sich, dass bei acht Grad Celsius der DVT120 Vibrationsdosierer sehr gut arbeitet und so konnten wir den Test erfolgreich abschließen.“

Für jeden verfügbar

Diese Geschichte zeigt, wie wichtig die Arbeit der Technika ist. Im Schnitt bearbeitet Brabender Technologie Kanada ungefähr 100 bis 120 Anfragen im Jahr. Die meisten drehen sich um kontinuierliche, gravimetrische Dosierlösungen. Der FlexWall®-Dosierer ist dabei am häufigsten gefragt, was auf seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten mit unterschiedlichsten Füllgütern und digitaler Präzisionsverwiegung zurückzuführen ist. „Kunden aus der Kunststoff-, Nahrungsmittel- und chemischen Industrie nutzen unsere Versuchskapazitäten“, berichtet Guy Catton. "Auch Neukunden, die wenig Erfahrung mit Loss-in-weight-Prozessen und Dosierern besitzen, finden das Technikum sehr hilfreich."

Den typischen Versuch beschreibt der Schüttgutexperte so: „Wir bekommen viele Anfragen von neuen und langjährigen Kunden, die unsere Einrichtung nutzen möchten, um bei uns Dosierversuche zu beobachten.“ Um einen Termin zu vereinbaren, genügt eine Anfrage bei einem der regionalen Vertreter. Damit sich die Technikumsmitarbeiter auf das jeweilige Schüttgut ein-richten können, fragen sie oft vorab kleine Proben an.

Je größer die Dosiermenge, desto höher ist die Herausforderung für die Mitarbeiter. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten müssen die Techniker für Mengen ab etwa 1,3 Kubikmeter pro Stunde besondere Vorkehrungen treffen. Doch „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, zitiert Guy Catton ein altes Sprichwort. „Es ist eher ungewöhnlich, aber auch solche Versuche führen wir mit zusätzlicher Unterstützung durch.“

Gewonnene Erkenntnisse teilen

Informationen zu Tests und Schüttgütern speichern und teilen die drei Technika von Brabender Technologie in einer gemeinsamen Datenbank, die nur durch die eigenen Mitarbeiter eingesehen werden kann. Ein reger informeller Austausch untereinander sorgt ebenfalls für einen guten Informationsfluss und Erfahrungsaustausch innerhalb der globalen Brabender-Familie. 

IN DREI SCHRITTEN ZUM ERFOLGREICHEN DOSIERVERSUCH

Vor jedem Dosierversuch stellt sich die Frage, ob das Schüttgut sicher zu handhaben ist und alle Maßnahmen ergriffen wurden, um die Anforderungen des Kunden abzubilden. Nur so können wirklich valide Ergebnisse erzielt werden. Vor diesem Hintergrund handeln wir in einem bewährten Drei-Schritte-Prozess.

1. Schritt: Der Kunde stellt dem Laborteam das Sicherheitsdatenblatt für das Material (MSDS) zur Verfügung. Darin stehen Anweisungen zur sicheren Handhabung des Schüttguts.

2. Schritt: Wir benötigen eine schriftliche Testanforderung. In diesem Formblatt beantwortet der Kunde Fragen zu den Prozessdaten und Anforderungen. 

3. Schritt: Wenn beides von unserem Laborteam geprüft wurde, erhält der Kunde Versandanweisungen und die Information, wieviel Schüttgut für den Test benötigt wird. 

(erschienen in FLUX 2/2020)