Technikum China

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„Könnt ihr das dosieren?“

Für den chinesischen Markt hält Brabender Technologie ein eigenes Technikum bereit, das den dortigen Kunden zur idealen Dosierlösung verhilft. Brabender Technologie ist seit fast 40 Jahren in China aktiv und gründete 2005 die Brabender Technology (Beijing). Servicestandorte in Guangzhou und Shanghai folgten. In Beijing steht den chinesischen Kunden ein eigenes Technikum zur Verfügung, das sehr beliebt ist. Dort werden Machbarkeiten von Dosierlösungen analysiert und Genauigkeiten bewertet. Typische Anfragen betreffen Pulver, die brückenbildend oder anhaftend sind und darum anspruchsvoll in der Dosierung. Diese testen die Techniker vor Ort dann auf die idealen Schnecken, Rührwerke und Behältergeometrien.

Mu Dongyi, Technischer Leiter koordiniert die Versuche, die er mit qualifizierten Servicemitarbeitern durchführt. Einer von ihnen ist permanent vor Ort, bei Bedarf werden weitere hinzugezogen. Deutsche Kollegen, wie der Vertriebsleiter Asia-Pazifik Dominik Becker, sind regelmäßig in China, um neue Geräte vorzustellen und Mitarbeiter zu schulen. Die FLUX hat mit ihm über das Technikum in Beijing gesprochen.

Was gehört zur Grundausstattung des Technikums und was kann auf Kundenwunsch bereitgestellt werden?

Die Geräte aus unserem Standardprogramm stehen grundsätzlich zur Verfügung. Zusätzlich können wir Optionen verbauen, die zur besseren Dosierung der Materialien führen sowie spezielle Rührwerksformen oder Schneckenbeschichtungen testen.

Wer nimmt das Technikum in der Regel in Anspruch?

Vom lokalen Compundierer bis zum Global Player sind alle Kunden vertreten. Gerade bei neuen Produkten wie Fasern oder Additiven werden hier erste Erfahrungen gesammelt.

Was sind klassische Anfragen?

Ein grundsätzliches „Könnt ihr das dosieren?“ hören wir oft. Ebenso wird häufig die Frage nach der erreichbaren Genauigkeit gestellt.

Wie viel Vorlaufzeit brauchen Sie vor einer Anfrage?

In der Regel realisieren wir Versuchswünsche recht kurzfristig. Wichtig ist hierbei, dass uns der Kunde genügend Material zur Verfügung stellt, um die Realität möglichst genau darzustellen. Manche Produkte verändern ihre Eigenschaften, wenn sie einmal dosiert wurden.

Wie lange dauern in der Regel die Tests?

Das kommt auf die Anforderung des Kunden an. Einfache Machbarkeiten können in einem Tag festgestellt werden. Bei Genauigkeitsanforderungen benötigen wir manchmal zwei bis drei Tage.

Gibt es einen Austausch zwischen den Versuchen in Duisburg, China und Kanada?

Es gibt eine gemeinsame Plattform namens „Feeder Control“, in der die Berichte abgelegt werden.

Was waren außergewöhnliche Anfragen, die Sie ermöglichen konnten?

Ein globaler Kunde von uns wollte Karbonfasern dosieren. Sowohl sehr kurz gehackte mit guter Beschichtung als auch fast rechteckig gehackte. Einen Test mit den kurzen Karbonfasern hatten wir bereits in Deutschland durchgeführt. In China haben wir einen weiteren Test mit der anderen Faserqualität angeschlossen und konnten so dem Kunden ein Gerät anbieten, das mit höchster Flexibilität beide Produkte dosieren kann.

Welche Informationen benötigen Sie vor einem Test und wer ist der Ansprechpartner?

Natürlich brauchen wir die Information, was der Kunde erreichen will sowie eine kurze Beschreibung des Produkts, um schon eine Vorauswahl zu treffen. Fotos oder Videos des Materials helfen zusätzlich.

Gibt es Pläne, das Technikum zu erweitern oder neue Services, die geplant sind?

Wir sind ständig bestrebt den Service am Kunden zu verbessern und wir lernen durch unsere Tests. Diese Erfahrungen teilen wir gern mit unseren Kunden.

 

(erschienen in FLUX 1/2019)