DDSR20 und DSR28 - ganz neu durchdacht

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DDSR20 und DSR28: ganz neu durchdacht

Bei Brabender Technologie stehen die Standardgeräte regelmäßig auf dem Prüfstand. Im Jahr 2019 waren die Rührwerks dosierer DSR28 und DDSR20 an der Reihe: Was könnte – besonders unter den Gesichtspunkten schneller Produktwechsel und einfache Reinigbarkeit – verbessert werden?    

„Im Grunde genommen sind beide Dosierer Neuentwicklungen“, fasst Jürgen Knez, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Brabender Technologie, den Relaunch der Geräte zusammen. In den 2019-Modellen wurden Getriebe, Verschlüsse, Behälter, Deckel, Dichtungen, Auslauf, Kompensator, Motoren, Wägezelle, Kabelführung und Schnecken verändert und die Anschlussmaße vereinheitlicht. Für die zukünftigen Nutzer sieht er mit den Neuerungen eine ganze Reihe Verbesserungen. 

Neues Antriebskonzept

Ein wichtiger Unterschied liegt in den neuen Getrieben. Offenkundig ist der Wegfall der Montageplatte: Das Getriebe sitzt jetzt direkt auf der Wägezelle. Anders als früher handelt es sich bei der DSR28 um eine komplette Baugruppe mit Zahnriementechnik, sodass die Montage von Kette, Kettenschutz, Lagerbock, Zwischenplatte und Kupplung entfällt. Eine Vier-Lippendichtung aus PTFE sorgt für eine bessere Abdichtung. Das Getriebe läuft ruhiger, wiegt weniger, kostet weniger und lässt sich mit Smart- und Drehstrommotoren kombinieren – was Brabender Technologie auch nutzt.

„Wir bieten künftig drei Motorvarianten an“, berichtet Jürgen Knez. „Neu dazu kommt ein Drehstrommotor mit 180 bzw. 120 Watt Leistung, dessen Drehmoment jedoch identisch ist mit dem vorherigen großen 370-Watt-Modell. Außerdem bieten wir einen Smart-Servo-Motor an mit 180 Watt und einem Verstellbereich von 1:100.“ Dieser Motor hat ein geringes Gewicht von 900 Gramm. In Verbindung mit einer anderen Wägezelle ist er daher deutlich genauer und punktet mit einem verbesserten Wägebereich. Mit drei digitalen und zwei ana-logen stehen insgesamt fünf verschiedene Wägezellen zur Verfügung.  

Liebe zum Detail

Beim Gehäuse haben die Ingenieure viel Wert auf die Details gelegt. So bestehen die Verschlüsse nicht mehr aus Schraube-Mutter-Verbindungen, sondern aus einem fest installierten Klemmlaschensystem. Lose Teile beim Wechsel von Behälter und Deckel gehören somit der Vergangenheit an. Der Behälter ist oben umgefalzt und eine passgenaue Silikonschaumdichtung schließt perfekt zum Deckel. Auch das Design wurde aufeinander abgestimmt und erscheint weiterhin in einer hochwertigen Optik. Der vertikale Auslauf wurde für beide Geräte vereinheitlicht. Durch eine neue geometrische Form der Kompensatoren können kleine Leistungsbereiche besser dosiert werden, da diese nun hochflexibel sind. Auch bei den Schnecken hat sich die Konstruktion verändert. Die Doppelschnecken verfügen jetzt über eine eingeschrumpfte Edelstahlhülse und sind für Einsätze in der Nahrungsmittelindustrie oder der Pharmazie geeignet, weil sie die Voraussetzungen für Hygienic Design erfüllen.

Regelmäßige Modellpflege

„Wir haben unseren Anwendern gut zugehört, um Verbesserungspotenziale zu finden. Hinzu kommt natürlich der technologische Fortschritt. Er sorgt immer wieder dafür, dass auch für Bewährtes gute Alternativen entwickelt werden, etwa neue Materialien oder Bearbeitungsmethoden“, berichtet Entwicklungsingenieur Knez. „Mit den überarbeiteten Modellen wollen wir unseren Kunden Dosierer bieten, die technologisch hochmodern und in der Anwendung optimal zu ihren Prozessen passen. Ich denke, das ist uns gelungen.“

(erschienen in FLUX 1/2020)